In Deutschland ist der Zugang zum Schwangerschaftsabbruch vielerorts nicht gesichert.Am heutigen Safe Abortion Day wird auf die Bedeutung von legalen und sicheren Schwangerschaftsabbrüchen sowie die Wahrung der sexuellen reproduktiven Rechte von Frauen aufmerksam gemacht.
Wenn etwa durch Trägerfusionen rechtlich zulässige Eingriffe plötzlich nicht mehr angeboten werden, entsteht ein gravierendes Versorgungsproblem zulasten ungewollt schwangerer Frauen und ihrer Selbstbestimmung. Es ist Aufgabe des Staates, den realen Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen für alle Frauen unabhängig von ihrem Wohnort zu garantieren. Der unzumutbare Hürdenlauf für ungewollt schwangere Frauen muss beendet, ihre Selbstbestimmung gewahrt und die Versorgung gesichert werden: Paragraf 218 muss endlich aus dem Strafrecht gestrichen werden! Kliniken müssen verpflichtet werden ihrem Versorgungsauftrag nachzukommen, telemedizinische Angebote gestärkt, die verpflichtende Beratung und Wartezeit abgeschafft und ein Beratungsrecht eingeführt sowie Schwangerschaftsabbrüche verpflichtender Bestandteil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung werden.
Die taz hat anlässlich des Safe Abortion Days über die unsichere Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen und den zunehmenden Druck berichtet:
https://taz.de/Safe-Abortion-Day/!6215684/
Wir Grüne im Bundestag haben einen Antrag zur Sicherstellung der Versorgung bei Schwangerschafsabbrüchen eingebracht. Der Antrag kann hier nachgelesen werden:

